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Bis zur Entdeckung des Amerikanischen Kontinents galt El Hierro als der westlichste Punkt am Rande der "Weltscheibe".
Die Ureinwohner El Hierros, die Bimbaches, waren ein friedliches Volk, das zwar in einer Steinzeitkultur, aber mit hochentwickelter Sozialstruktur lebte. Sie wohnten in Höhlen oder Hütten aus Trockensteinmauern und waren überwiegend Bauern und Hirten, die sich auch vom Fischfang ernährten. Die Herkunft der Bimbaches ist umstritten. Wahrscheinlich besiedelten nordwest- afrikanische Berberstämme die Kanarischen Inseln. Nach der Eroberung durch die Spanier Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Bevölkerung unterdrückt und anfänglich sogar in die Versklavung geschickt. In der Folgezeit wurden die herrlichen Wälder, die bis an die Küsten reichten, abgeholzt. Schiffsbau, Pechgewinnung und freilaufendes Hausvieh waren die wichtigsten Gründe. Später errang El Hierro traurige Bekanntheit als "Insel der Verbannten", auf die die Regierung in Madrid bis zu Francos Zeiten unbequeme Freidenker und Regimekritiker abschob. |